SER ist Hersteller und größtes unabhängiges deutsches Systemhaus von Lösungen für integriertes Enterprise Content Management (iECM). Damit steht der Name SER heute für mehr als nur elektronische Archivierung, Dokumenten- und Workflow-Management.
Für die Krankenhausfinanzierung ist die zeitnahe, vollständige und valide medizinische Dokumentation eine notwendige Voraussetzung. Die Kostenträger stellen den Anspruch an das Krankenhaus-Management, den Nachweis erbrachter Leistungen im Zusammenhang mit Diagnosen und Fall-Komplexität transparent und vollständig zu dokumentieren. Die Einführung der DRGs und die verstärkte Forderung nach mehr Qualität zwingen immer mehr Krankenhäuser und Kliniken zu einer Reorganisation der internen Betriebsabläufe und zu einer Ausrichtung auf marktwirtschaftliche bzw. unternehmerische Zielsetzungen.
Der Kostendruck im Gesundheitswesen fordert einen sorgfältigen Umgang mit Ressourcen – besonders mit der knappen Zeit von Ärzten und Pflegepersonal. Die Qualität kontinuierlich zu steigern und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu optimieren – vor dieser überlebenswichtigen Herausforderung stehen die Krankenhäuser zukünftig. Der scheinbare Widerspruch zwischen Einsparung und Qualitätssteigerung lässt sich mit den richtigen Informationsmanagement-Technologien auflösen.
Moderne elektronische Patientenakten (EPA) könnten bald auch im Krankenhaus die papiernen Patientenakten ablösen. Bisher haben nur etwa 2 Prozent der Krankenhäuser sowie rund 15 Prozent der niedergelassenen Ärzte ein solches elektronisches Aktensystem eingeführt – die Verbreitung nimmt allerdings rasant zu. Die elektronische Patientenakte wird damit bald zum Klinikstandard. Die Vorteile liegen auf der Hand: Viele unnötige Doppeluntersuchungen fallen weg, der Arzt erkennt leichter unverträgliche Medikamente. Der Patient muss seine Leidensgeschichte nicht zum x-ten Mal erzählen und beide können sich auf den Fortgang der Behandlung konzentrieren.
Für eine ideale Unterstützung der Prozesse sind der Umfang, die Qualität und die Verfügbarkeit von Informationen entscheidend. Dafür bietet die elektronische Patientenakte der DOXiS4 iECM-Suite eine leistungsfähige elektronische Archivierung mit ständiger Verfügbarkeit aller archivierten Daten oder Dokumente in der elektronischen Patientenakte (EPA) oder in klinischen Arbeitsplatzsystemen (KAS).
Jeder nicht zu kopierende Befund, jede Information von vorgelagerten Behandlungen spart kostbare Zeit. Mitgebrachte Befunde oder auch Röntgenaufnahmen können zum Beispiel schon bei der Aufnahme gescannt und der elektronischen Patientenakte beigefügt werden. Der behandelnde Arzt hat so nicht nur die Unterlagen vergangener Behandlungen im Haus, sondern die vollständige Krankengeschichte auf dem Bildschirm.
Das Archiv als Gedächtnis des Krankenhauses
Dokumente zu archivieren und auf Anforderung eine elektronische Patientenakte (EPA) bereitzustellen, sind heute notwendige aber nicht hinreichende Forderungen. Der wertschöpfende Nutzen entsteht durch die zusätzliche und einfache Erschließung des im DOXiS4 Archiv implizit enthaltenen Wissens. Das Archiv als Gedächtnis des Krankenhauses hat eine starke Wissensfunktion und wird nicht als reines Ablagesystem eingesetzt. Es fungiert als Knowledge Base, deren Inhalte gesichert in die täglichen Arbeits- und Entscheidungsprozesse einfließen müssen.
Die Daten der aktuellen, medizinisch-pflegerischen oder administrativen Prozesse werden in das digitale Archiv nahtlos integriert. Die Inhalte aus strukturierten Daten (Datenbanken) und unstrukturierten Daten (Dokumente, Bilder etc.) werden in der elektronischen Patientenakte (EPA) zusammengefasst.
Der Patientenakte kommt in der Praxis eine ganz besondere Bedeutung zu. Nicht nur, dass es sich um besonders vertrauliche Daten handelt. Die Patientenakte ist häufig auch Basis für lebenswichtige Entscheidungen des Arztes. Je schneller die Historie des Patienten lückenlos vorliegt und je umfassender der Arzt nach vergleichbaren Krankengeschichten recherchieren kann, umso größer sind die Aussichten auf Heilung. Die elektronische Akte ist diesbezüglich der konventionellen Akte oder der Archivierung auf Mikrofilm haushoch überlegen.
Antworten auf medizinische Fragestellungen
Evidenzbasierte Medizin (EBM) ist der vernünftige Gebrauch von wissenschaftlicher Evidenz in der medizinischen Versorgung von Patienten. EBM, die klinische Expertise und die Wünsche der Patienten sind damit die ausschlaggebenden Faktoren für die medizinische Entscheidungsfindung. Immer mehr rückt deshalb die Forderung in den Vordergrund, auf effektive und kostengünstige Art und Weise zu medizinischen Fragestellungen Antworten zu erhalten.
Bisher war es üblich, Fachliteratur mit Booleschen Abfragemethoden – oder Fuzzy Logic – in Volltextsystemen zu recherchieren. Dabei wird jedoch nach Stichwort-Kombinationen gesucht und nicht nach Inhalten oder Zusammenhängen. Die Menge an Informationen in Datenbanken und im Internet nimmt zwar ständig zu, die konventionellen Suchtechniken führen aber oftmals nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis.
Mit der intelligenten, assoziativen Volltextsuche und den Möglichkeiten der inhaltsbasierten, lernenden Klassifikation kann hier eine optimale Unterstützung für die medizinische Entscheidungsfindung gegeben werden. Zusammenhänge und Inhalte (Content) aus unstrukturierten Dokumenten werden identifiziert, erschlossen und klassifiziert.
In den heutigen Krankenhäusern werden Subsysteme von den unterschiedlichsten Anbietern eingesetzt. Die Herausforderung ist die reibungslose Integration aller beteiligten Systeme zu einer Gesamtlösung. SER bindet alle Einzellösungen in ein IT-Gesamtkonzept ein. Unterschiedliche betriebswirtschaftliche, medizinische und fallorientierte Sichten werden durch den integrativen Ansatz der elektronischen Patientenakte der DOXiS4 iECM-Suite von SER unterstützt.
Von der Aufnahme bis zur Entlassung
Die EPA der SER gewährleistet eine durchgängige, prozessorientierte Unterstützung medizinischer, pflegerischer und administrativer Prozesse – von der Aufnahme bis zur Entlassung. Durch die Abbildung von Arbeitsabläufen und wählbaren Sichtweisen auf den Patienten ist eine fachspezifische Präsentation der Informationen jederzeit möglich. Abgeschlossene Behandlungsfälle können bei Bedarf schnell und einfach wieder recherchiert und somit wieder gefunden werden. Alle gespeicherten Informationen sind jederzeit vollständig und übersichtlich strukturiert verfügbar und können nach beliebigen Kriterien recherchiert werden.
Das behandelnde Personal erhält einen ganzheitlichen Blick auf die Patienteninformationen. Die schnelle und sichere Navigation sowie das rasche Auffinden einzelner Dokumente sind dabei besonders wichtig. Gespeicherte Objekte wie Röntgenbilder, Fotos oder Videoaufzeichnungen können parallel am Bildschirm angezeigt werden. Daten aus angeschlossenen IT-Systemen, z.B. aus Verwaltung, Röntgenabteilung oder Labor, werden nach Fertigstellung automatisch übernommen und sofort in die EPA einsortiert. Ein erhobener Befund wird damit Bestandteil der EPA und kann von Berechtigten zeitgleich und klinikweit eingesehen werden.
In der EPA erfolgt auch die korrekte Zuordnung von Befunden und befundrelevanten multimedialen Dokumenten. Vorhandene physische Akten (z.B. Papierakten, Videobänder, Mikrofilm etc.) können ebenfalls als Bestandteil der EPA geführt werden. Statt der direkten Objektdarstellung auf dem Bildschirm wird dann die Information angezeigt, ob das betreffende Objekt im physischen Archiv verfügbar oder gerade verliehen ist (Aktenverwaltung).
Erfahren Sie mehr über das HealthCare-Angebot von SER auf den speziellen Webseiten www.lenus.info.